Sexually transmitted diseases

Sexuell übertragbare Erkrankungen

Es gibt Infektionen, die man beim Sex bekommen kann. Dazu gehören Syphilis, Tripper (Gonorrhö), Chlamydien oder Hepatitis, und natürlich HIV.

Wichtig: Manche dieser Krankheiten können schwere Folgen haben, wenn man sie nicht rechtzeitig entdeckt und behandelt. Es kann zum Beispiel passieren, dass man keine Kinder mehr bekommen kann. HIV/Aids ist sogar eine Gefahr für dein Leben, wenn es nicht behandelt wird.

Aber: Du kannst dich schützen. Und du kannst Medikamente bekommen. Man kann diese Krankheiten gut behandeln!

Also gehe sofort zum Arzt, wenn du Beschwerden hast. Auch, wenn die Krankheitszeichen wieder aufhören. Die Erreger können sich nämlich im Körper verstecken und weiter schwere Schäden anrichten.

In vielen Gesundheitsämtern kann man sich kostenlos und ohne den Namen anzugeben untersuchen lassen.
Wichtig ist, dass sich auch Partner / Partnerinnen untersuchen und behandeln lassen.

Wie kann man sich mit sexuell übertragbaren Krankheiten anstecken?

Eine Infektion kann man beim Sex bekommen, wenn der Partner / die Partnerin infiziert ist. Die Erreger sind dann vor allem

  • im Blut
  • im Sperma
  • in der Flüssigkeit der Scheide
  • in Schleimhäuten von Penis, Scheide und Darm

Eine Übertragung kann deswegen beim Geschlechtsverkehr (Penis in der Scheide oder Penis im Po) und beim Oralsex (Sex mit dem Mund) passieren.

Eine infizierte Mutter kann ihr Kind in der Schwangerschaft, bei der Geburt oder beim Stillen anstecken.

Menschen, die Drogen nehmen, können sich durch Spritzen und Nadeln anstecken, die von infizierten Menschen benutzt worden sind.

Mit manchen STDs kann man sich auch anstecken, wenn man Geschwüre oder Blasen von anderen Menschen berührt, die infiziert sind. Auch beim Küssen kann man sich anstecken.

Woran merkt man, dass man sich angesteckt hat?

Mögliche Zeichen für eine sexuell übertragene Infektion sind zum Beispiel:

  • gelblicher und stinkender Ausfluss aus der Scheide, dem Penis oder dem Po
  • Schmerzen beim Pinkeln, Schmerzen beim Stuhlgang (Kacken)
  • Jucken und Brennen im Genitalbereich
  • Verfärbungen von Urin (Pipi) oder Kot (Kacke)
  • Hautveränderungen wie zum Beispiel Blasen, Warzen, Geschwüre.

 

Wie kann man sich vor STDs schützen?

Kondome reduzieren das Risiko erheblich, sich anzustecken. Außerdem sollte man keine veränderten Hautstellen oder Wunden berühren (zum Beispiel Herpesbläschen) und kein Blut, Sperma, Urin (Pipi), Kot (Kacke) oder Eiter in den Körper kommen lassen. Gegen Hepatitis A und B kann man sich impfen lassen. Die Krankenversicherung bezahlt die Hepatitis-B-Impfung für Babys, für Kinder (9 bis 18 Jahre) und für Menschen mit einem größeren Ansteckungsrisiko.

Beim Spritzen von Drogen immer nur die eigene Spritze und Nadel benutzen.

Beratung und Behandlung:

Wenn man Zeichen einer sexuell übertragbaren Krankheit bemerkt (z.B. Brennen und Jucken im Schritt), sollte man sofort zu einer Ärztin oder einem Arzt gehen.

Weitere Themen:

Das Gesundheitssystem in Deutschland
HIV & AIDS
Verhütung